{"id":5819,"date":"2026-06-22T19:53:53","date_gmt":"2026-06-22T19:53:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kloster-hermetschwil.ch\/?page_id=5819"},"modified":"2026-06-23T03:36:24","modified_gmt":"2026-06-23T03:36:24","slug":"schwester-werden","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kloster-hermetschwil.ch\/index.php\/schwester-werden\/","title":{"rendered":"Schwester werden"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"5819\" class=\"elementor elementor-5819\" data-elementor-post-type=\"page\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-19e062b elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"19e062b\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-7ceeb4f\" data-id=\"7ceeb4f\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b752db2 elementor-widget elementor-widget-heading\" data-id=\"b752db2\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"heading.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t<h2 class=\"elementor-heading-title elementor-size-default\">Schwester werden<\/h2>\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-80aa019 elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"80aa019\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-8d4e300\" data-id=\"8d4e300\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-b8d4384 elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"b8d4384\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p><strong>Benediktiner-Schwester werden \u2013 ein Leben f\u00fcr Gott in Gemeinschaft<\/strong><\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>Der Ruf, Benediktinerin zu werden, ist die Einladung zu einem Leben, das ganz auf<\/strong> <strong>Gott ausgerichtet ist \u2013 in Gebet, Gemeinschaft und Alltagstreue. Grundlage dieses Lebens ist die Regel des Hl. Benedikt von Nursia, die seit dem 6. Jahrhundert Frauen und M\u00e4nner in eine ausgewogene und menschennahe Form geistlichen Lebens gef\u00fchrt hat und immer noch fasziniert.<\/strong><\/p><p><strong>Anders als oft vermutet, bedeutet dieser Weg nicht Weltflucht, sondern eine Vertiefung des Lebens: Alles \u2013 Arbeit, Beziehungen, Stille, Zeit \u2013 wird in eine bewusste Beziehung zu Gott gestellt, indem wir der Liebe zu Christus nichts vorziehen.<\/strong><\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>Das Leben im Kloster<\/strong><\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>Der Alltag einer Benediktinerin folgt einem Rhythmus, der Raum f\u00fcr das Wesentliche schafft:<\/strong><\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>Stundengebet (mehrmals t\u00e4glich)<\/strong><\/p><p><strong>Die Psalmen strukturieren den Tag und verbinden die Gemeinschaft im gemeinsamen Stehen vor Gott.<\/strong><\/p><p>\u00a0<\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>Hl. Eucharistie<\/strong><\/p><p><strong>Mitte und Quelle des geistlichen Lebens ist die Hl. Messe. Sie erm\u00f6glicht uns ein Bleiben in Christus, Tag und Nacht.<\/strong><\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>Arbeit (ora et labora)<\/strong><\/p><p><strong>Je nach Begabung bringt sich jede Schwester in die Gemeinschaft ein und \u00fcbernimmt kl\u00f6sterliche Aufgaben, die allen dienen. Jedes Kloster hat auch eine Ausstrahlung nach aussen und zieht Menschen an, die betreut werden m\u00fcssen. Benediktinerkl\u00f6ster versuchen, m\u00f6glichst selbst\u00e4ndig und unabh\u00e4ngig zu sein.<\/strong><\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>Stille und pers\u00f6nliche Gebetszeit<\/strong><\/p><p><strong>Das Kloster ist ein stiller Raum f\u00fcr die Begegnung mit Gott, die sich auf allen Ebenen und in jeder Alltagssituation ereignen kann.<\/strong><\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>Gemeinschaft<\/strong><\/p><p><strong>Wir teilen miteinander unser Leben und die Lasten des Alltags mit allen H\u00f6hen und Tiefen. Das Ziel ist kein aussergew\u00f6hnliches Leben, sondern ein durch Gott gepr\u00e4gter Alltag, damit in allem Gott verherrlicht wird.<\/strong><\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>Die evangelischen R\u00e4te<\/strong><\/p><p><strong>Eine Benediktinerin legt \u2013 nach einer l\u00e4ngeren Zeit der Pr\u00fcfung \u2013 Ewige Gel\u00fcbde ab. Sie verspricht kl\u00f6sterlichen Lebenswandel, G\u00fctergemeinschaft und gehorsamen Dienst unter \u00c4btissin und Regel (Gehorsam als gemeinsames H\u00f6ren auf Gott). Wir pflegen als Gemeinschaft nicht absolute Besitzlosigkeit, sondern eine einfache Lebensweise ohne pers\u00f6nliches Besitzstreben. Jede Schwester bekommt, was sie pers\u00f6nlich braucht. Allen ist alles gemeinsam. Ein Kloster sollte m\u00f6glichst selbsttragend sein. Damit verbunden ist ein ungeteiltes Herz f\u00fcr Gott. Hinzu kommt das typisch benediktinische Versprechen der Stabilitas: die Treue zu einem konkreten Kloster bzw. zur Gemeinschaft, die dort lebt.<\/strong><\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>Gast:<\/strong><\/p><p><strong>Der Eintritt geschieht schrittweise: Kontakt und Kennenlernen durch sporadische, k\u00fcrzere oder l\u00e4ngere Besuche als Gast im Kloster, Gespr\u00e4che, erste Einblicke und allm\u00e4hlicher Aufbau von tragf\u00e4higen Beziehungen in aller Freiheit.<\/strong><\/p><p><strong>\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/strong><\/p><p><strong>Postulat:<\/strong><\/p><p><strong>Das Postulat ist eine von beiden Seiten noch unverbindliche Zeit des kl\u00f6sterlichen Mitlebens ohne endg\u00fcltige Bindung. Es dient der gegenseitigen Erprobung mit der Freiheit, jederzeit zu gehen oder auch zu bleiben.<\/strong><\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>Noviziat:<\/strong><\/p><p><strong>Das Noviziat besteht in einer Intensiven Einf\u00fchrung in das geistliche Leben und nach der Regel des Hl. Benedikt. Es umfasst mindestens ein Jahr und kann verl\u00e4ngert werden.<\/strong><\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>Zeitliche Profess:<\/strong><\/p><p><strong>In der Zeitlichen Profess verspflichtet sich die Kandidatin f\u00fcr drei Jahre (M\u00f6glichkeit der Verl\u00e4ngerung), kl\u00f6sterlich zu leben. Die \u00c4btissin kann gegebenenfalls von diesem Versprechen dispensieren, falls dies angeraten erscheint.<\/strong><\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>Ewige Profess:<\/strong><\/p><p><strong>Die Ewige Profess ist die endg\u00fcltige Bindung an Christus bzw. Kirche und Gemeinschaft. Sie hat br\u00e4utlichen Charakter und kann nur mit p\u00e4pstlicher Dispens gel\u00f6st werden.<\/strong><\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>Der Weg zur Ordensfrau braucht Zeit \u2013 mehrere Jahre \u2013 und dient dazu, die eigene Berufung in Freiheit zu pr\u00fcfen und schliesslich zu bejahen.<\/strong><\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>Voraussetzungen und innere Haltung<\/strong><\/p><p><strong>Der Hl. Benedikt empfiehlt zu pr\u00fcfen, ob ein Kandidat f\u00fcr das M\u00f6nchtum im Kloster vor allem Gott allein sucht (nichts Anderes); Neigung hat zu Innerlichkeit und Gebet, und ob er auch Widrigkeiten, die in keinem Leben fehlen, geduldig zu tragen bereit ist.<\/strong><\/p><p>\u00a0<\/p><p><strong>Bereitschaft zur Gemeinschaft<\/strong><\/p><p><strong>Das Leben in Gemeinschaft ist wie ein Bachbett, das die einzelnen Steine rundet und abschleift, d.h. von Fehlern bessert. Der Hl. Benedikt r\u00e4t, nicht gleich davon zu laufen, wenn sich Herausforderungen zeigen. Denn mit der Zeit weitet sich nach Benedikt das Herz. Dann geht man den Weg im Elan und in der Freude der Liebe und m\u00f6chte mit keinem anderen Leben mehr tauschen. Mitbringen muss man F\u00e4higkeit zur Treue und Geduld, Ehrlichkeit und Transparenz, die Bereitschaft, an sich selbst zu arbeiten und sich auf eine positive Weise in das gemeinschaftliche Leben einzubringen. Niemand muss \u201eperfekt\u201c sein \u2013 aber bereit, sich formen zu lassen. Der Hl. Benedikt betrachtet das Kloster als eine Schule der Gottes- und N\u00e4chstenliebe. Seine Regel ist im Grunde genommen nichts anderes als gelebtes Evangelium, die Gel\u00fcbde eine Form der Verwirklichung der Taufgnade. Das benediktinische Leben ist gepr\u00e4gt von einer stillen, tragenden Haltung: Gott suchen in allem \u2013 im Gebet, in der Arbeit, im Miteinander. Es ist ein Weg der Best\u00e4ndigkeit und Kontinuit\u00e4t, der Tiefe. Vermieden werden Unbest\u00e4ndigkeit und Oberfl\u00e4chlichkeit. Wer ihn geht, entscheidet sich nicht f\u00fcr ein spektakul\u00e4res Leben, sondern f\u00fcr ein wahrhaftiges, Gott wohlgef\u00e4lliges Leben, das Gott und seine Ehre nie aus dem Blick verliert und das<\/strong> <strong>eigene Selbst in den Dienst einer gr\u00f6sseren Sache stellt.<\/strong><\/p><p><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schwester werden Benediktiner-Schwester werden \u2013 ein Leben f\u00fcr Gott in Gemeinschaft \u00a0 Der Ruf, Benediktinerin zu werden, ist die Einladung zu einem Leben, das ganz auf Gott ausgerichtet ist \u2013 in Gebet, Gemeinschaft und Alltagstreue. Grundlage dieses Lebens ist die Regel des Hl. Benedikt von Nursia, die seit dem 6. 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