Benediktinerinnen-
abtei St. Martin

Hermetschwil

Das Kloster Hermetschwil ist eine dem Hl. Martin geweihte Benediktinerinnen-Abtei in der ehemaligen Gemeinde Hermetschwil-Staffeln im Kanton Aargau, die heute zu Bremgarten gehört. Es befindet sich auf der Anhöhe im Ortsteil Hermetschwil, über dem westlichen Ufer der Reuss. Das Kloster wurde am Ende des 12. Jahrhunderts gegründet, 1876 aufgehoben und 1985 wieder errichtet. Die Abtei gehört der Schweizerischen Benediktinerinnenföderation.

Unser Zeugnis für Kirche und Welt

Unser Grundauftrag ist das beständige Gotteslob und die wahrhaftige Gottsuche aus der alles andere seinen Ausgang nimmt. Die Gottsuche verbindet uns mit Menschen, die nach Gott fragen, nach dem Sinn des Lebens suchen oder mit dem Glauben ringen. In der gemeinsam gefeierten Liturgie, die wir öffentlich im Auftrag der Kirche vollziehen, bringen wir unserem Schöpfer unablässig den Lobpreis dar. Das Leben mit und aus dem Wort Gottes, dem Höhepunkt der Heiligen Eucharistiefeier und die Freude des Heiligen Geistes, bestimmen die Lebensatmosphäre des Klosters. Dieser Lebensstil verdeutlicht, dass der Mensch nicht alleine vom Brot lebt (Mt 4.4). Das benediktinische Gemeinschaftsleben, in dem wir uns immer wieder neu bemühen die Einheit in der Vielfalt zu leben, will im Heute ein Zeugnis als Kirche im Kleinen sein. In Gebet, Arbeit, Lesung, dem Austausch und teilen der Güter verweisen wir auf Gott hin, dass es möglich ist trotz aller charakterlicher Unterschiede eins in Christus zu sein (Regel Benedikt 2.20 oder Gal. 2,28). Durch die Arbeit im Garten, der Hauswirtschaft, Administration und in der Hostienbäckerei trägt jede Schwester ihren Teil zum Lebensunterhalt bei. In der Gastfreundschaft (Regel Benedikt 53) sehen wir die Möglichkeit den Menschen Anteil an unserem Leben und unserer Spiritualität zu geben. Für viele sind wir eine Oase der Stille, wo sie zu sich und zu Gott finden können. Ein Ort des Friedens, an dem sie sich erholen und aus der Quelle des lebendigen Wassers schöpfen können, die aus Gott selbst fliesst.

Äbtissin Angelika Streule